Gutenberg Zentrum
Neubau Wohn- und Geschäftshaus

Das Geschäfts- und Wohnhaus bildet zusammen mit dem von Ernst Gisel entworfenen Bankgebäude eine Klammer, die den ersten Block der Kasernenstrasse mit einprägsamen und identitätsstiftenden Bauten zusammenfasst. Der Neubau nimmt direkt Bezug auf Gisels rhythmische Bleifassade, welche über das Trottoir auskragt. Er schliesst den Strassenabschnitt als Antwort darauf mit einer tektonischen Fassade aus eloxiertem Aluminium ab. Der Baukörper ist aus der Flucht der Nachbarhäuser gerückt, wodurch sich im Übergang zum älteren Gutenberg Zentrum ein präzise gefasster Vorplatz ergibt. Durch die im Erdgeschoss ausgebildete Arkade wird der Betrachter zu den Schaufenstern und in den Eingangsbereich geleitet. Das rhythmisierte, als Hülle und Kern gedachte Gebäude reagiert skulptural durch das Auslassen jeweils einer Rastereinheit auf die Traufhöhen der Nachbargebäude; und die Fassadenflucht im Attikageschoss ist um 12 Zentimeter zurückgenommen, um dem Gebäude einen Abschluss nach oben zu geben. In der Gesamtheit überträgt das Volumen seine starke plastische und versöhnliche Erscheinung auf den fragmentarischen Kontext. Auf der Rückseite weicht die sorgfältige tektonisch artikulierte Hauptfassade einer ruhig bespielten mineralisch flächigen Putzfassade mit punktuellen Öffnungen. Selbst die Feuertreppe trägt zur Qualität des Gesamtausdrucks bei und formuliert quasi eine Architektur en passant, bevor man durch die Arkade ins Zentrum der Kantonshauptstadt einbiegt.

Gutenberg Zentrum · Herisau, Schweiz · 2009–2012

cf114333 2 web
1/11
cf114377 web
2/11
cf114369 web
3/11
cf114322 web
4/11
cf114393 web
5/11
cf114384 web
6/11
2002 situation 1000
7/11
2002 eg 350
8/11
2002 og 350
9/11
2002 dg 350
10/11
2002 schnitt ansicht 350
11/11
Gutenberg Zentrum