12.03.2012

Artikel in der trans 20

Eintreten für die Relevanz der Architektur - Ein Erfahrungsbericht. Nikolaus Hamburger und Dario Pfammatter schreiben über das Kommunizieren architektonischer Konzepte und Ideen ausserhalb der Architektur.

Auszug aus dem Artikel: "Es drängt sich die Frage auf, weshalb es so schwer ist, Architektur als relevante und somit auch entsprechend honorierte Grösse zu etablieren. Städtebauliche und architektonische Qualität erzielt langfristig einen externen Mehrwert, dieser ist jedoch schwer zu quantifizieren. Aus diesem Grund kann sie sich nur selten gegen kurzfristige Renditeargumente behaupten. Es liegt in der Verantwortung der Architekten, für die Architektur einzustehen und diese zielführend zu verkaufen. So gelingt die Verteidigung der eigenen Relevanz am ehesten mittels eines starken, intellektuellen Gerüstes als Grundidee eines jeden Gebäudes. Diese muss über lange Zeit bestehen können und immer wieder kommuniziert werden. Dabei sind wir auf klare Bilder und Ideen angewiesen. Ähnlich wie beim Schreiben über Architektur muss beim Verkaufen von Architektur ausserhalb der Architektur und in der Sprache des jeweiligen Gesprächspartners argumentiert werden. Diesen akrobatischen Brückenschlag vom Bild zum Material, von der Idee zum Bau, vollziehen zu dürfen, empfinden wir als grosses Privileg."